Wieder- und Weiterverwendung im PROFINET-Engineering
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Wieder- und Weiterverwendung im PROFINET-Engineering |
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Wieder- und Weiterverwendung im PROFINET-Engineering |
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Einer der wesentlichen Faktoren für ein effektives Engineering ist die spätere Wieder- und Weiterverwendung bereits erstellter Automatisierungslösungen oder Teilen davon. Dadurch reduziert sich nicht nur der Aufwand für das eigentliche Engineering, sondern auch für die nachfolgenden Phasen. Da die erstellten Lösungen bereits früher genutzt wurden, enthalten sie weniger Fehler als vollständig neu erstellte Lösungen und reduzieren so den Aufwand beispielsweise bei der Inbetriebnahme.
Um auch in Bezug auf die Wiederverwendung ein möglichst breites Spektrum an Implementierungen zu ermöglichen, konzentriert sich der PROFINET Standard auf die Festlegung der Benutzung wiederverwendbarer Lösungen. Bei der Erstellung solch einer Lösung werden den entsprechenden Werkzeugen keine Einschränkungen gemacht.
Der Rahmen und die Mechanismen zur Wiederverwendung werden in der Klasse ES-Master definiert. Die Art und Weise der Wiederverwendung, also ihre Semantik, wird nicht festgelegt. Dies ist Sache der jeweiligen Implementierung.
Der PROFINET Standard legt zwei potentielle Strategien zur Wiederverwendung fest, nämlich Musterlösungen und ES-Compounds. Eine Lösung wird zur Musterlösung, wenn ihre Wiederverwendung aus der Benutzung all ihrer Teile besteht. Man kann eine Musterlösung auch als die Summe ihrer Teile auffassen. Ein ES-Compound ist dagegen eine Abstraktion einer erarbeitenden Lösung. Diese besitzt neue, spezifische Funktionalität. Die innere Struktur ist eher von sekundärem Interesse und kann daher von ihr abstrahiert werden. Ein ES-Compound ist mehr als die Summe seiner Teile. Dieses mehr drückt sich in der erwähnten neuen Funktionalität aus.