Topologien
Netztopologien orientieren sich an den Erfordernissen der zu vernetzenden Einrichtungen. Zu den häufigsten gehören Stern-, Linien-, Baum-und Ringstrukturen. In der Praxis besteht eine Anlage aus einer Mischform der unten einzeln betrachteten Strukturen. Sie lassen sich sowohl mit Kupferverkabelung als auch mit Lichtwellenleiter realisieren und für PROFINET nutzen.
Stern
Kennzeichen der Sternstruktur ist ein zentraler Signalverteiler (Switch) mit Einzelverbindungen zu allen Endgeräten des Netzes. Anwendungen für sternförmige Netzstrukturen sind Bereiche mit hoher Gerätedichte bei geringen Längenausdehnungen, z.B. kleine Fertigungszellen oder eine einzelne Produktionsmaschine.
Baum
Die Baumtopologie entsteht aus der Verbindung mehrerer Sterne zu einem Netzwerk, ggf. unter Mischung von LWL und Twisted Pair Verkabelung. Sie findet Anwendung bei der Gliederung komplexer Anlagen in Teilanlagen.
Linie
Realisiert werden kann die Linienstruktur durch einen Switch in der Nähe des anzuschließenden Endgeräts oder durch einen in das Endgerät integrierten Switch.Die Linienstruktur findet bevorzugt Anwendung in Anlagen mit weitläufiger Struktur, z.B. Fördersysteme und zur Verbindung von Fertigungszellen.
Ring (Redundanz)
Schließt man die Enden einer Linie durch eine zusätzliche Verbindung, ergibt sich eine Ringstruktur. Ringtopologien werden in Anlagen mit erhöhten Verfügbarkeitsanforderungen zum Schutz vor Leitungsbruch oder Ausfall einer Netzkomponente eingesetzt.