Subnetzwerke
Seit mitte der 80er Jahre werden in grossem Stil lokale Netzwerke installiert und betrieben. Aufgrund der technologischen Entwicklung verändern sich die Netzte ständig. Durch die immer leistungsfähigeren Endgeräte und durch die starke Zunahme von Client-Server-Applikationen erhöht sich die Last in einem Netzwerk zusehends. Als das Ethernet eingeführt wurde, bot die zur Verfügung stehende 10Mbit/s-Datenrate des Netzes mehr Übertragungskapazität an, als benötigt wurde. Durch neue Applikationen, wie zum Beispiel Video-, Audio- und komplexe Client-/Server-Applikationen erhöht sich die Anforderung an die verfügbare Bandbreite, den Durchsatz und die Verzögerungszeit erheblich.
Um diese Anforderungen nach mehr verfügbarer Bandbreite in LANs abzudecken, wurden folgende Lösungsansätze von den Netzbetreibern realisiert:
| • | Die Installation einer schnelleren LAN-Technologie oder |
| • | Die Aufteilung des Datenverkehrs in mehrere kleinere LAN-Segmente. |

Der traditionelle Ansatz zur Verbesserung der Performance-Situtation im Netz besteht in der Aufteilung des Gesamtnetzes in kleinere Subnetze. Durch die Reduzierung der Benutzer pro Subnetz wird dafür gesorgt, dass die Antwortzeiten drastisch reduziert, die Time-out-Situationen minimiert und nur eine begrenzte Anzahl von Benutzern auf die Applikationen der Server zugreift. Dies kann soweit getrieben werden bis pro Segment nur noch ein Rechner angeschlossen ist. Sobald ein Subnetz nur noch aus einem Rechner besteht, erhält dieser zwangsläufig die gesamte Performance dieses Subnetzes für sich alleine.
Wird im Konzentrationspunkt anstelle eines Repeaters ein Switch eingesetzt, so wird jedes an den Switch-Port angeschlossenes Datenkabel wie ein separates Segment behandelt. Die Trennung bzw. die Kopplung der einzelnen Segmente erfolgt bei diesem Ansatz auf dem Layer 2.
