Proxy
Ein Proxy ist ein Stellvertreterobjekt für die Feldgeräte. Es stellt die PROFINET-Sicht auf das Feldgerät für die „Außenwelt“ zur Verfügung. Der Proxy wird nicht vom Feldgerät selbst, sondern durch den Feldbusmaster realisiert. Das Feldgerät, sowie das Feldbusprotokoll wird hierbei nicht verändert.
Ein Proxy wird dann verwendet, wenn der direkte PROFINET-Zugriff auf eine Komponente nicht möglich ist. Das Einführen solch eines Stellvertreters dient unter anderem einer erhöhten Effizienz und einem einfachen und transparenten Zugriff auf die Komponente.
Durch den Proxy werden alle dahinter angeordneten Feldbusgeräte als jeweils eigenständige PROFINET Knoten (Objekte) dargestellt.

Proxy für 3 PROFIBUS DP Slaves
Innerhalb der Verschaltungssicht des PROFINET Verschaltungseditors sind solche Komponenten nicht von Komponenten direkt am Ethernet unterscheidbar. Auch die Verschaltung von technologischen Komponenten auf Basis von Feldbusgeräten und einer beliebigen Busphysik wird dadurch ermöglicht.
Die ehemals zentrale Logik eines Feldbusmasters wird auf die Verschaltungslogik zwischen den Komponenten verteilt.
Der entscheidende Unterschied zwischen dem Proxy-Konzept und der Einbindung von vorhandenen Anlagen liegt darin, dass jedes einzelne Feldgerät als eine eigenständige PROFINET Komponente verschaltet werden kann.
Diese Art der Integration ermöglicht es, vorhandene Feldgeräte ohne Änderung für die verteilte Automatisierung zu nutzen. Eine solche technologische Komponente kann somit ohne Änderung vom Feldbus weg hin zu Ethernet innoviert werden.
Durch den Proxy sind die Investitionen der Gerätehersteller gesichert. Deren Geräte können auch im PROFINET Umfeld eingesetzt werden. Die OEMs können ihr bisher verwendetes Gerätespektrum auch in PROFINET Anlagen einsetzen.