PROFINET-Runtimeobjektmodell
Das PROFINET-Runtimeobjektmodell repräsentiert die auf einem Gerät existierenden Objekte mit ihren Interfaces und Methoden, die durch OLE-Automation (Object Linking and Embedding) von außen zugänglich sind. Das Modell beschreibt ebenfalls die Beziehungen der einzelnen Objekte zueinander. Das Runtimeobjektmodell macht keine Annahmen über die Implementierung der Interfaces. Alle Implementierungen sind möglich, solange an der Schnittstelle nach außen, also auf der Kommunikationsleitung, der Objekteindruck gewahrt bleibt. Dies ist möglich, da Automatisierungsobjekte, d.h. COM Objekte, auf der Kommunikationsleitung in einer durch das DCOM Protokoll definierten Form als PDU (Protocol Data Unit) erscheinen.
DCOM definiert in PROFINET durch das DCOM Wire Protocol sowohl die Identifikation eines Objektes als auch die Methode. Die standardisierten DCOM Pakete werden im Client generiert und im Server ausgewertet und interpretiert. Wie diese Generierung, bzw. die Interpretation geschieht, ist dem jeweiligen System überlassen, solange nur die Regeln für den DCOM Objektbus beachtet werden. Insbesondere ist es innerhalb des Servers nicht notwendig, dass überhaupt COM Objekte vorliegen, es ist vollkommen ausreichend, dass auf dem DCOM-Objektbus die jeweilige Illusion dieser Objekte (Objekteindruck) erzeugt wird.