IP-Management
Aus der Verwendung von TCP/IP durch PROFINET entsteht die Notwendigkeit, den Netzteilnehmern, d.h. den PROFINET-Komponenten, eine IP-Addresse zuzuweisen. In Netzen mit Managementsystemen hat sich für die Vergabe und Verwaltung von IP-Adressen das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) als de-facto-Standard etabliert. PROFINET sieht für diese Aufgabe zwei Möglichkeiten vor:
Die Verwendung des etablierten Protokolls DHCP
PROFINET sieht einen Subset von DHCP-Funktionen vor, welches in PROFINET-Komponenten implementiert werden muss. Die Implementierung des gesamten DHCP dagegen ist optional.
Implementierung mit einem herstellerspezifischen Projektierungssystem
Diese Alternative ist erforderlich, da nicht immer ein DHCP-Server am Netzwerk vorhanden sein wird. Bei PROFINET ist daher ein eigenes Protokoll (Discovery and Basic Configuration) vorgesehen, welches die Vergabe der IP-Parameter direkt über den Ethernet-Anschluss der Komponente in einem Verschaltungseditor möglich macht.