Feldbusintegration
Die einfache Integration von PROFIBUS (und von anderen Feldbussystemen) erfolgt über sogenannte Proxies (Stellvertreter). Ein Proxy ist das Gerät, welches beispielsweise ein PROFIBUS-Segment mit dem Ethernet-Segment verbindet, wobei die gesamte Funktionalität des unterlagerten PROFIBUS Stranges (oder ein Teil davon) am Ethernet zur Verfügung gestellt wird. Die Proxy-Technologie stellt sicher, dass ein Anlagenbetreiber in seiner Automatisierungsanlage nur ein einziges Kommunikationssystem sieht. Alle bisherigen und künftigen PROFIBUS-Feldgeräte können so ohne eine Änderung in das Gesamtkonzept integriert werden.
Die Akzeptanz von PROFINET durch den Markt hängt unter anderem davon ab, ob bestehende PROFIBUS-Anlagen ohne große Aufwendungen mit PROFINET erweitert werden können. Im Idealfall sollte ein für die Anlagenbetreiber völlig transparenter Übergang von existierenden Teilen zu den neu installierten (neuartigen) realisiert werden.
Trotz konzeptioneller Unterschiede gegenüber PROFIBUS ist es damit bei PROFINET gelungen, die Netzübergangsstrategien so festzulegen, dass der Idealfall (voll transparenter Übergang) zum Tragen kommt. Bestehende Anlagenteile müssen nicht angepasst werden! Für die Anbieter von PROFIBUS-Produkten stellt sich die gleiche Situation dar. Auch sie können ihre PROFIBUS-Produkte in PROFINET-basierten Systemen unverändert einsetzen, was einen wichtigen Beitrag zum Investitionsschutz beim Hersteller darstellt.

Abbildung 35 Feldbusintegration in PROFINET durch einen Proxy