PROFINET Handbuch

Transportprotokolle

Transportprotokolle

Vorangehendes Thema Nächstes Thema  

Transportprotokolle

Vorangehendes Thema Nächstes Thema JavaScript is required for the print function Fragen oder Bemerkungen zum Thema senden!  

Die Aufgaben der Transportschicht werden im ISO-Modell in Services (Dienste) und Funktio­nen unterteilt und sind wie folgt definiert:

 

Dienste (Services):

Aufbau einer Transportverbindung
Datentransfer
Abbau einer Transportverbindung

 

Funktionen:

Anpassung von Transportadressen an Netzwerkadressen
Multiplexmechanismus
Auf- und Abbau von Transportverbindungen
End-zu-End-Kontrolle der einzelnen Verbindungen
End-zu-End-Fehlererkennung und Fehlerbehebung
End-zu-End-Flusskontrolle der einzelnen Verbindungen
Supervisor-Funktionen
Window-Mechanismus

 

Auf der Transportschicht sind bei TCP/IP folgende Transportprotokolle angesiedelt:

das Transmission Control Protocol (TCP)
das User Datagram Protocol (UDP)

 

TCP und UDP können wie folgt in den IP-Protokollstack eingegliedert werden:

 

 

 

TCP- und UDP-Dienste können wie folgt verglichen werden:

 

Funktion

TCP

UDP

Verbindungsaufbau vor der Datenübertragung

ja

Nein

End-zu-End-Kontrolle

ja

Nein

Zeitüberwachung der Verbindung

ja

Nein

Spezialfunktionen

ja

Nein

Flusskontrolle über das Netz hinweg

ja

Nein

Zuverlässige Datenübertragung

ja

Nein

Geschwindigkeit

normal

Hoch

Connectionless Service

ja

Ja

Erkennung von Datagramm-Duplikaten

ja

Nein

Reihenfolgerichtige Übertragung

ja

Nein

Multiplexen von Verbindungen

ja

Ja

 

Der Zugriff der übergeordneten Protokolle auf die Transportschicht erfolgt über sogenannte Ports. Diese sind im RFC 1700 definiert. Zur eindeutigen Kennzeichnung eines TCP- oder UDP-Anwendungsprozesses wird die TCP- respektive UDP-Port-Nummer und die Internet- Adresse des Hosts zu einem sogenannten Socket zusammengefasst. Ein Socket-Paar kenn­zeichnet eindeutig ein paar miteinander kommunizierender Prozesse.