Transportprotokolle
Die Aufgaben der Transportschicht werden im ISO-Modell in Services (Dienste) und Funktionen unterteilt und sind wie folgt definiert:
Dienste (Services):
| • | Aufbau einer Transportverbindung |
| • | Datentransfer |
| • | Abbau einer Transportverbindung |
Funktionen:
| • | Anpassung von Transportadressen an Netzwerkadressen |
| • | Multiplexmechanismus |
| • | Auf- und Abbau von Transportverbindungen |
| • | End-zu-End-Kontrolle der einzelnen Verbindungen |
| • | End-zu-End-Fehlererkennung und Fehlerbehebung |
| • | End-zu-End-Flusskontrolle der einzelnen Verbindungen |
| • | Supervisor-Funktionen |
| • | Window-Mechanismus |
Auf der Transportschicht sind bei TCP/IP folgende Transportprotokolle angesiedelt:
| • | das Transmission Control Protocol (TCP) |
| • | das User Datagram Protocol (UDP) |
TCP und UDP können wie folgt in den IP-Protokollstack eingegliedert werden:

TCP- und UDP-Dienste können wie folgt verglichen werden:
Funktion |
TCP |
UDP |
Verbindungsaufbau vor der Datenübertragung |
ja |
Nein |
End-zu-End-Kontrolle |
ja |
Nein |
Zeitüberwachung der Verbindung |
ja |
Nein |
Spezialfunktionen |
ja |
Nein |
Flusskontrolle über das Netz hinweg |
ja |
Nein |
Zuverlässige Datenübertragung |
ja |
Nein |
Geschwindigkeit |
normal |
Hoch |
Connectionless Service |
ja |
Ja |
Erkennung von Datagramm-Duplikaten |
ja |
Nein |
Reihenfolgerichtige Übertragung |
ja |
Nein |
Multiplexen von Verbindungen |
ja |
Ja |
Der Zugriff der übergeordneten Protokolle auf die Transportschicht erfolgt über sogenannte Ports. Diese sind im RFC 1700 definiert. Zur eindeutigen Kennzeichnung eines TCP- oder UDP-Anwendungsprozesses wird die TCP- respektive UDP-Port-Nummer und die Internet- Adresse des Hosts zu einem sogenannten Socket zusammengefasst. Ein Socket-Paar kennzeichnet eindeutig ein paar miteinander kommunizierender Prozesse.