Component Object Model (COM)
COM von Microsoft ist eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Objektorientierung und ermöglicht die Entwicklung von Anwendungen auf der Basis vorgefertigter Komponenten. PROFINET benutzt dieses Komponentenmodell, da auch in PROFINET die Verwendung vorgefertigter Komponenten von zentraler Bedeutung ist. PROFINET Objekte sind damit COM Objekte.
Jedes Automatisierungsobjekt in PROFINET ist eine COM-Komponente und besitzt Interfaces, welche auf die Aufgabenstellungen in der Automatisierungstechnik zugeschnitten sind. Die Definition der entsprechenden Interfaces ist eine der zentralen Aufgaben im Rahmen eines Systempflichtenheftes.
Ein COM-Objekt und somit auch ein Automatisierungsobjekt besteht grundsätzlich aus
| ▪ | Interface (das ist eine wohldefinierte Schnittstelle mit Methoden) und |
| ▪ | Implementierung (Realisierung der definierten Schnittstelle und deren Semantik) |
Unter COM sind folgende drei Kommunikationswege definiert:
| ▪ | Kommunikation innerhalb eines Prozesses, |
| ▪ | Kommunikation zwischen zwei Prozessen auf einem Gerät, |
| ▪ | Kommunikation zwischen zwei Geräten über das Protokoll DCOM. |
Marshaling ist der Prozess der Übergabe von Funktionsargumenten und Ergebnissen zwischen zwei Prozessen auf einem bzw. zwischen zwei Geräten (über DCOM), wobei System- oder Prozessunterschiede berücksichtigt werden, wie z.B. ein unterschiedliches Prozessorformat (little oder big endian).