COM-Interface
Wesentliches Merkmal von COM aus Sicht der Anwender ist das COM-Interface-Konzept. Ein Interface ist die Zusammenfassung einer bestimmten Menge von festen Funktionen, die festlegen, welche Leistung erbracht werden soll. Erfüllt eine Komponente über das Interface eine definierte Leistung, dann spricht man davon, dass die Komponente das Interface implementiert (Gemeint ist hier die Realisierung der definierten Schnittstelle und deren Semantik (Dienste)). Für einen Benutzer besteht eine COM-Komponente ausschließlich aus einer Anzahl von Interfaces! Durch den Aufruf einer Funktion eines Interfaces nimmt der Client die Dienste einer COM-Komponente in Anspruch.
Auf der Basis eines solchen Interface-Konzeptes kann die Komponente einer Anwendung problemlos durch eine andere Komponente ersetzt werden, wenn die neue Komponente mindestens dieselben Interfaces wie die alte Komponente unterstützt. Darüber hinaus kann die neue Komponente auch noch weitere Interfaces implementieren. Dies ermöglicht die gezielte Anpassung einer Anwendung an die fortschreitenden Anforderungen und die sich verändernden technologischen Randbedingungen.
Für die Beschreibung eines COM-Interface steht die Interface Definition Language (IDL) zur Verfügung, die der C++-Syntax ähnlich ist.